Woher kommt PEKiP?
Das Prager-Eltern-Kind Programm geht zurück auf den Psychologen
Dr. Jaroslav Koch. Er entwickelte am Mutter-Kind-Institut in Prag ein Bewegungs- und Interaktionsprogramm für Eltern und Babys. Sein Ziel war Kindern die besten Bedingungen zu geben ihre Entwicklungsmöglichkeiten zu entfalten.
Jaroslav Koch entdeckte, wie wache Babys ab den ersten Lebenstagen mit gezielter Bewegungsstimulation angeregt werden können selber aktiv zu werden.
Dabei beobachtete er, dass diese Babys rascher einen regelmäßigen Rhythmus des Schlafens und Wachens entwickelten, Nahrung mit großem Appetit aufnahmen, sehr gut an Gewicht zunahmen und eine sehr positive Grundstimmung zeigten.
Prof. Dr. Christa Ruppelt arbeitete als Psychologin mit Eltern und Kindern. Sie traf Jaroslav Koch 1964 auf einem Kongress, hospitierte 1970 – 1973 bei ihm am Institut in Prag.
Prof. Dr. Christa Ruppelt entwickelte mit ihrem Mann Prof. Dr. Hans Ruppelt (Sozialwissenschaftler) und ihren Mitarbeiterinnen 1973 ein Gruppenangebot für Eltern und Babys: das Prager-Eltern-Kind-Programm (PEKiP).
Was ist PEKiP?
PEKiP ist ein Angebot zur Entwicklungsbegleitung für Mütter-Väter-Babys während des ersten Lebensjahres des Kindes.
Was wird bei PEKiP gemacht?
Ab der 4. - 6. Lebenswoche treffen sich 6 - 8 Eltern mit ihren Babys für jeweils ca. anderthalb Stunden pro Woche in ihrer PEKiP- Gruppe.
Die Eltern versorgen ihre Babys und in der Zeit, in der sie wach sind, spielen sie mit ihren nackten Babys auf dem Boden. Nackte Babys bewegen sich im warmen Raum freier und spontaner. Sie genießen die Zugewandtheit ihrer Eltern, den Körper- und Hautkontakt.
Die Gruppenleiterin zeigt den Eltern und Babys Anregungen, die dem fortschreitenden Entwicklungsstand der Kinder entsprechen. Sie geht dabei von einem Elternteil und Baby zum anderen und orientiert sich an dem, was für das jeweilige "Team" gerade wichtige Themen oder neue Entwicklungsschritte sind. Eltern können verschiedene Bedürfnisse und Stimmungen des Kindes leichter verstehen und sich mit ihrem Kind leichter abstimmen. Für die Eltern wird deutlich, dass jedes Baby einen eigenen Rhythmus hat, unterschiedliche Verhaltensweisen zeigt und sich auf seine Weise entwickelt.
Die Eltern reden in entspannter Atmosphäre miteinander. Sie tauschen Erfahrungen aus im Umgang mit ihrer neuen Rolle als Eltern und über die Umorganisation des Alltags- und Berufslebens. Sie besprechen mit der Gruppenleiterin die Entwicklung ihres Kindes und bei Bedarf Themen, die sie beschäftigen.
Die Babys interessieren sich für die anderen Babys. Sie erkennen sie wieder, nehmen Kontakt miteinander auf und regen sich gegenseitig zur Bewegung an.
Die Kinder interessieren sich mit zunehmender Mobilität auch für andere Erwachsene. Sie nehmen Kontakt mit ihnen auf und machen im geschützten Rahmen der Gruppe erste Erfahrungen, sich von ihrem Elternteil wegzubewegen.
Wie finde ich eine PEKiP - Gruppe?
Die PEKiP-Gruppen, die ich leite, werden von mir selber organisiert, oder im Programm der Familienbildungsstätte, Ulm ausgeschrieben.
Alle meine Gruppen finden in meiner Praxis in einem großen, hellen, warmen Raum statt.
Die Anmeldung erfolgt zu Einstiegskursen für jeweils 8 - 10 Gruppentreffen. Die Gruppen sind für das ganze erste Lebensjahr, bis zum sicheren Laufen lernen der Kinder vorgesehen und bleiben für diese Zeit konstant.
Jede Gruppe beginnt mit einem Einführungsabend. Die Gruppen treffen sich wöchentlich. Zusätzlich beinhaltet meine Gruppenarbeit, ab dem 3./4. Lebensmonat der Kinder einen Gruppenabend für die Mütter. Auf Wunsch und nach Lebenssituation der Teilnehmerinnen, wird ein Väter-Kinder-PEKiP-Treffen an einem Vormittag am Wochenende angeboten.
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